Lenthe

Das Wappen von Lenthe ist blau-gold geteilt, oben zwei gekreuzte Schlüssel, unten ein fünfach geästeter Stamm. Damit greift das Wappen das Familienwappen der Herren von Lenthe auf, die bis ins 19. Jahrundert das Patrimonialgericht ausübten. aus: wikipedia

Lenthe wurde erstmals im Jahre 1055 urkundlich erwähnt. Das beweist, daß zu der Zeit mindestens schon gesiedelt wurde. Lenthe, eines der vier Bergdörfer Northen, Everloh, Benthe, als in nächster Nähe zu Hannover gehörende Ortschaft, hat sich in den letzten Jahrzehnten vom bäuerlich geprägten und stilvoll gepflegten Ort mit vielen liebevoll restaurierten Gebäuden entwickelt. Die heute noch vorhandenen, gemeinsam bewirtschafteten Güter des Ortes, Obergut und Untergut, stehen in der Tradition der Herren von Lenthe. Der Älteste dieser Familie Olricus de Lente wird erstmals 1225/1226 erwähnt. Sie sind seitdem eng mit der Geschichte des Dorfes verbunden. Beide Güter haben sehenswerte und gepflegte Gartenanlagen, die an durch die Presse angekündigten Terminen besichtigt werden können. 1393 stifteten Eilhard von Lenthe und seine Familie die Kirche, die am 31.08.1394 von Bischof Otto von Minden bestätigt wurde. 1737 wurde die Kirche zu ihrem heutigen Umfang erweitert. Der reich verzierte barocke Altar im inneren der Kirche, die von außen einsehbare oberirdische Gruft mit alten Särgen und alte Grabsteine auf dem umgebenden Kirchhof geben einen eindrucksvollen Einblick in die lange Geschichte. Auf dem Obergut in Lenthe, einem Rittergut, das schon seit dem 13. Jahrhundert im Besitz der Familie von Lenthe ist, steht das Geburtshaus von Werner von Siemens. Der bekannte Erfinder und Firmengründer wurde am 13. Dezember 1816 hier geboren und verlebte in Lenthe eine glückliche Kindheit. An ihn erinnert eine Gedenktafel neben dem Eingang des Hauses und ein Findling an der Einfahrt zum Obergut.

aus: w w w.lenthe.de

1914 - Lenthe Gasthaus von E. Böcker, Gutshaus Baronin v. Lenthe, Kirche
Das Untergut auf einer seltenen Ansichtskarte von 1912
1911 - Untergut Lenthe

Der Park des Unterguts in Lenthe

 

Über die Anlage des Gartens zum Untergut gibt es im Familienarchiv nur wenige konkrete Hinweise. In einem Plan von 1790 ist das Gelände noch als Wiesen- und Nutzgartenland ausgewiesen, während abseits ein formal angelegter Lust- und Küchengarten bestand, dessen Wegekreuz auf die Kirche hin ausgerichtet war. Das Wasserbecken am Haus wurde schon im 17. Jahrhundert erwähnt; es diente bis in die Nachkriegszeit als Viehtränke und Pferdeschwemme. Der untere Teich war ursprünglich eine Rottekuhle, in der der Flachs für die Gewinnung der Leinenfaser eingeweicht wurde. 1858 wurde dieser Teich mit dem Gut verkoppelt. So geht man davon aus, daß etwa um diese Zeit damit begonnen wurde, einen größeren Landschaftsgarten anzulegen. Heute umfaßt dieser zusammmen mit dem Arboretum knapp 3 1/2 ha. Die Hofanlage mit allen Gebäuden und der Garten stehen als Ensemble unter Denkmalschutz.

aus:  w w w.lenthe.de

1920 - Untergut Lenthe
1921 - Obergut Lenthe
1898 - Geburtsstätte Dr. Werner v. Siemens

Werner von Siemens

Ernst Werner Siemens (ab 1888 von Siemens) wurde am 13. Dezember 1816 in Lenthe geboren. Seine Eltern siedelten nach Mecklenburg-Vorpommern um, als er sieben Jahre alt war. Der Erfinder, Begründer der Elektrotechnik und Urheber der heutigen Siemens AG erlangte sein Wissen während seiner Offiziersausbildung in Berlin. Zu seinen bedeutenden Erfindungen gehören der erste Zeigertelegraf und dessen elektrisches Ferntelegrafennetz sowie die erste Dynamomaschine, mit der elektrische Lokomotiven angetrieben werden konnten. Siemens starb am 6. Dezember 1892 in Berlin.

aus: Calenberger Zeitung vom 04.11.2010

1899 - Siemenstafel, gestiftet vom Hann. Elektrotechniker-Verein mit Geburtshaus Werner von Siemens
1900 - Eine Karte zu Ehren des Erfinders.
Das Geburtshaus des Dr. Werner von Siemens im Jahr 1916
Ersttagsbrief zum 150. Geburtstag Werner von Siemens mit der Gedenktafel an der Einfahrt zum Obergut Lenthe, 13.12.1966, Poststempel Lenthe

Impressionen aus Lenthe

Eine sehr schöne Ansichtskarte aus dem Jahr 1904.
Die Gastwirtschaft von Ernst Böcker 1912
Die Lenther Kirche im Jahr 1936
Lenthe Obergut 1936
Evangelisch lutherische Kirche zu Lenthe
um 1960 - Gemischtwaren u. Schuhmacherei v. Louis Plate, Kirche, Unter-Gut, Schule
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um 1960 - Gasthaus Böcker
Gedenkstein "Siemens" - Zeichnung Annette Jenke 1982
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Festschrift 900 Jahre Lenthe

neue Ansichtskarten und Fotos

im Juli 2017 neu:

Northen, Gastwirtschaft Lampe 1911
Straßenbahnbetriebsgelände 1955 am Steintor
Heft "Der Ratskeller" - Selbstkostenpreis 4,50 €, 60 Seiten, DIN A4
Heft "Berggasthaus Niedersachsen", 60 Seiten, 4,50 €, im Pressecenter, Steinweg 4, Gehrden